Rückblick -- "The Village" - 7.Nürnberger Whiskymesse - am 02.03.2019

"THE VILLAGE" - die Whisky-Messe in Nürnberg ist immer wieder einen Besuch wert. Auch in diesem Jahr waren wir am Samstagmorgen dort,
was sich wieder vorteilhaft bemerkbar machte. Es war noch überall Platz und das Gedränge kam erst so um die Mittagszeit richtig zum Laufen.
Bis dahin hatten wir einen gemütlichen und sehr informativen Bummel durch die diversen Gassen gemacht und so manch bekanntes Gesicht gesehen.
Natürlich haben wir auch einige leckere Abfüllungen gefunden und probiert. Es gab viel Positives zu schmecken, aber auch die eine oder andere Enttäuschung im Glase.
Ein interessanter Bruichladdich zum Beispiel, in dem (wieder einmal) ein verkappter Port Charlotte steckte. Der sehr hochpreisige Ardbeg Twenty-irgendwie/-was (22)
schien uns mit seinem frischen Gurkenaroma eher unpassend (wir hatten nicht viel erwartet, das wurde aber noch übertroffen).
Auch bei den Bourbons aus Trumpland kann man sinnfrei viel Geld lassen. Der Pappy van Winkle ist schon fein und elegant, aber hier bezahlt man halt (fast) nur den
Namen (siehe Ardbeg). Da gibt es ein paar Preisklassen tiefer wesentlich Interessanteres und Eindruckvolleres. Es gab aber ein unglaubliches Angebot von Whiskies,
die einfach nur lecker waren und die Auswahl, welcher uns mit nach Hause begleiten soll, fiel wieder einmal nicht leicht.
Fündig konnte jeder werden. Beschwingt und sehr zufrieden mit dem Besuch machten wir uns irgendwann auf den Heimweg.

Das Logo der Messe    

die üblichen Utensilien. Per online-Ticket ging´s schnell hinein, danach war es recht umständlich zu
den Schließfächern zu kommen und wehe, man versuchte einen nicht vorgesehenen Weg zu gehen...!

der 1. Anlaufpunkt erwies sich gleich als Treffer  

hier stand einer der 'Messe-Whiskies' bereits fest  

ein Teaninich (re.) mit 19 Jahren, Flasche 157 von nur 255

der Laddie war dann leider doch wieder ein kleiner PC  

die Abfüllungen von Th. Ewers ähneln sich immer mehr,
auch der Jura war im Rotweinfass ertrunken
 

der Banff hingegen war ein Traum - hätte aber den finanziellen Rahmen gesprengt  

vorbei an den Pulteneys

und Gordon & MacPhail  

mittlerweile gibt es in Deutschland mehr Brennereien die sich an Whisky
versuchen als in Schottland. Mehr oder weniger erfolgreich...
 

zu einem Favouriten in Sachen deutsche Brennereien zählt
ohne Zweifel St. Kilian aus Rüdenau bei Aschaffenburg
 

(li.) ein mit schott. Rauchmalz von Glenesk gebrannter und in einem Sauternes-Fass
gelagerter (Noch-)Spirit. Der ist schon richtig gut und läßt hoffen...

man konnte ihn wenigstens mal kosten (1 cl). Dünn und nach frischer Gurke. Dass ihm einmal
ein Deutscher den Rang ablaufen könnte, hätten wir nicht für möglich gehalten
 

der ist zwar viel eleganter und aromatischer, das
PLV ist bei anderen Amerikanern aber deutlich besser!
 

kurz mal bei Cadenhead vorbei geschaut

und eine wahre Sherry-Tunke bei Frank Jerger probiert  

das ist schon ein ganz besonderer Stil  

gleich neben all dem Whisky: das Pueblo del Ron  

zwischendurch haben wir uns auch mal dort umgesehen
- und sind natürlich auch fündig geworden
 

ein Rum-Agricole von Hòmere Clément aus Martinique, destilliert am 1.4.2002,
15 Jahre + 1 Monat alt, Rare Cask No. #19980659, Flasche 335 von 392 mit 56.2%
- ein Südsee-Traum, zu dem es auch eine Miniatur mitgab, damit das gute Stück
nicht sofort aufgerissen werden muß...
 

ein Plätzchen zum Ausruhen und für ein Schwätzchen war auch immer zu finden  

insgesamt war der Besuch positiv - wir werden wiederkommen!    

by the way: mit einem eigenen Classic-Malt-Glas 'ohne Eichstrich' gab es fast immer
mind. 3 -, wenn nicht 4cl im Glas - wenn ohne Dosierer ausgeschenkt wurde.